Molybdänmangel: Ursachen, Symptome & Behandlung mit Molybdän Präparaten

Molybdänmangel: Ursachen, Symptome & Behandlung mit Molybdän Präparaten

Ein Molybdänmangel kommt nicht sehr häufig vor, kann aber unbehandelt große gesundheitliche Probleme beim Menschen verursachen. Bei diesem Mangel kann der notwendige Bedarf an Molybdän nicht mehr gedeckt werden. Molybdän ist ein lebensnotwendiges Spurenelement und Schwermetall der Chromgruppe das zahlreiche wichtige Aufgaben im menschlichen Körper erfüllt.

Neben zahlreichen Stoffwechselprozessen, Aktivierung der Eiweiße und des Immunsystems, kann es laut Experten auch oftmals Allergien vorbeugen und hilft beim Alkoholabbau in der Leber. Spurenelemente kommen nur in sehr geringer Menge im Körper vor und sollten daher täglich über die Nahrung zugeführt werden. Der Großteil dieses Mineralstoffs befindet sich in den Knochen, während auch eine geringe Menge in den Organen und der Haut vorhanden ist.

Bei einer ausgewogenen Ernährung nimmt der Mensch normalerweise ausreichend Molybdän auf und die Wahrscheinlichkeits, dass ein Molybdänmangel entsteht ist dadurch gering. Auch wenn ein Molybdänmangel selten auftritt, kann durch gewissen Krankheiten oder einem erhöhten Bedarf dieses Spurenelements eine Unterversorgung auftreten die zu zahlreichen Problemen führt. Die genauen Ursachen, Symptome, Risikogruppen und Tipps zur Behandlung dieses Mineralstoffmangels erfahren Sie in diesem Artikel.

Ursachen: Wie entsteht ein Molybdänmangel?

Bei einer ausgewogenen Ernährung und der Zufuhr von Lebensmitteln mit ausreichend Molybdängehalt tritt ein Molybdän-Mangel im Normalfall nicht auf. Es besteht jedoch die Gefahr einer Unterversorgung wenn ein erhöhter Bedarf existiert oder bestimmte Krankheiten wie beispielsweise Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, eine ausreichende Versorgung von Spurenelementen nicht mehr ermöglichen. In manchen Fällen kann eine zu hohe Zufuhr an Kupfer den Molybdän-Spiegel senken.

Der überwiegende Verzehr von industriell verarbeiteten Lebensmitteln und Fertigprodukten kann diesen Mineralstoffmangel verstärken. Auch eine Unterernährung bei der wichtige Nährstoffe im Körper fehlen kann zu einer Unterversorgung führen. Kupfer und andere Schwefelverbindungen können die Aufnahme von Molybdän im Körper verringern. Umgekehrt, kann auch eine übermäßige Zufuhr von Molybdän einen Kupfermangel herbeiführen.

Es ist empfehlenswert oxidativen Stress und eine Belastung mit Chemikalien möglichst zu vermeiden. Bei einer Stoffwechselerkrankung sollten Patienten regelmäßig die Blutwerte kontrollieren lassen um Wenn erste Mangelerscheinungen auftreten, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen um eine eindeutige Diagnose und passende Therapie zu erhalten.

Symptome: Wie erkennt man einen Molybdänmangel?

Ein Molybdänmangel kann oftmals sehr unangenehme Symptome zur Folge haben. Menschen die unter Mangelerscheinungen leiden, klagen oftmals über Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie Müdigkeit. Betroffene sind anfälliger für Erkrankungen und auch die Entstehung von Karies sowie von Allergien (z.B. Sulfitallergie) wird begünstigt.

Nachtblindheit, Atembeschwerden, Herzprobleme (z.B. Herzrhythmusstörungen), Stoffwechselstörungen, Wachstumsstörungen zählen zu den Folgen einer bereits länger andauernden Unterversorgung dieses wichtigen Spurenelements. Ein Molybdänmangel kann die Fruchtbarkeit stören und Entwicklungsstörungen bei Kindern während der Schwangerschaft verursachen. In seltenen Fällen können bei Betroffenen sogar Nierensteine (Xanthinsteine), Funktionsstörungen der Nerven und des Gehirns oder epileptische Krämpfe auftreten.

Behandlung bei einem Molybdänmangel

Um einem Mangel vorzubeugen, reicht es meist aus dem Körper täglich mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen.

Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Molybdän:

– Bohnen (Sojabohnen, weiße Bohnen, grüne Bohnen)

– Hülsenfrüchte

– Rotkohl

– Reis & Kartoffeln

– Getreideprodukte (z.B. Weizenvollkornbrot)

– Spinat

– Karotte

– Eier

– Milchprodukte

– getrocknete Früchten

– Fleisch & Innereien

Diagnose: Wie erkenne ich einen Molybdän-Mangel?

Besteht der Verdacht, dass ein Vitaminmangel oder Mineralstoffmangel vorherrscht, sollten die Symptome genau beobachtet und festgehalten werden. Dies kann später für die passende Behandlung von Vorteil sein. Ein Besuch beim Arzt, eine Untersuchung des Harnsäure-Werts bzw. eine Blutuntersuchung, können einen ersten Verdacht bestätigen oder entkräften.

Bei zunehmenden Beschwerden sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Wird ein Molybdänmangel diagnostiziert, sollte primär nach der Ursache dafür gesucht werden. Die richtige Therapie um einen Mineralstoffmangel zu behandeln, versucht nicht nur den Mangel, sondern auch die Ursachen des Mangels zu bekämpfen. Wurde die Unterversorgung beispielsweise durch eine falsche Ernährung hervorgerufen, so muss diese umgestellt werden, um nicht erneut nach Absetzung der Präparate rückfällig zu werden.

Molybdän Präparate: Tabletten, Kapseln & Tropfen

In der Regel lässt sich ein Molybdänmangel sehr gut mittels Molybdän-Präparaten behandeln. Je früher der Mangel erkannt wird umso geringer fällt die Behandlungsdauer aus. Nahrungsergänzungsmittel (Supplements) wie Molybdän-Tropfen, Tabletten und Kapseln sind hierbei die beliebtesten Präparate bei Betroffenen. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke oder im Internet erhältlich, lindern rasch die Beschwerden und tragen positiv zum Stoffwechsel bei.

Molybdän-Präparate können laut Experten den Körper auch bei hormonabhängigen Krebserkrankungen wie Brustkrebs unterstützen. Jede Behandlung erfordert eine regelmäßige Überwachung der Molybdän-Werte. Ein Überschuss sollte über einen längeren Zeitraum vermieden werden, da dieser ebenso Probleme verursachen kann. Eine Überdosierung dieses Spurenelements kann beispielsweise zu Bauchkrämpfen, Durchfällen, Juckreiz, Haarausfall und erhöhter Produktion von Harnsäure führen.

Fehlen dem Körper neben dem wichtigen Spurenelement Molybdän, auch noch andere wichtige Nährstoffe, so müssen diese während der Therapie ebenso mittels Präparaten verabreicht werden. Nur so kann ein ausgeglichenes Verhältnis an Vitaminen, Spurenelementen und Elektrolyten sichergestellt werden.

Unsere Empfehlung zur Behandlung eines Molybdänmangels:


Molybdän Kapseln

Molybdän Kapseln von Kräuter Max

Kalium Granulat / Pulver

Molybdän Tropfen (flüssig) von Good State


ÜbersichtVitaminmangel & Mineralstoffmangel:

Quellen & Literatur für mehr Informationen
H.H. Binder (1999): Lexikon der chemischen Elemente. – S. Hirzel Verlag G. Schwarz, R.R. Mendel, M.W. Ribbe (2009): Molybdenum cofactors, enzymes and pathways –  in Nature DGE – Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (2012) – Gemüse und Obst  in der Prävention ausgewählter chronischer Krankheiten – https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/ws/stellungnahme/DGE-Stellungnahme-Gemuese-Obst-2012.pdf  HK. Biesalski et al. (2002): Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe – G. Thieme Verlag HK. Biesalski et al. (2017): Ernährungsmedizin – G. Thieme Verlag Bertelsmann Stiftung, Hrsg. (1992): Mineralstoffe und Spurenlemente. Leitfaden für die ärztliche Praxis. Verlag Bertelsmann Stiftung I. Elmafda, C. Leitzmann (2015): Ernährung des Menschen – Eugen Ulmer Verlag BgVV – Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (2002): Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte der Verwendung von Mineralstoffen und Vitaminen in Lebensmitteln. Teil 1: Mineralstoffe (einschließlich Spurenelemente) – http://www.bfr.bund.de/cm/208/verwendung_von_mineralstoffen_und_vitaminen_in_lebensmitteln.pdf  V. Schmiedel (2014): QuickStart Nährstofftherapie – Haug Verlag G. Rehner, H. Daniel (2002): Biochemie der Ernährung. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg P.M. Suter (2008): Checkliste Ernährung – Thieme Verlag C. Leitzmann, C. Müller, P. Michel et al. (2005): Ernährung in Prävention und Therapie in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG – Hippokrates Verlag L. Burgerstein (2012): Handbuch Nährstoffe. Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung: Alles über Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe. TRIAS Verlag