Kupfermangel: Ursachen, Symptome & Behandlung mit Kupfer Präparaten

Kupfermangel ist heutzutage weit verbreitet. Die Ursachen und Symptome dieses Nährstoffmangels sind nicht immer sofort und eindeutig zuordenbar. Im nachfolgenden Artikel erfahren Sie, wie Sie sich vor diesem Mineralstoffmangel schützen können und welche Behandlung bei Mangelerscheinungen von Kupfer schnell zum Ziel führt.

Der Mineralstoff Kupfer gehört zählt zu den essentiellen Spurenelementen. Diese Mineralstoffe kommen nur in geringer Menge im menschlichen Körper vor, sind für den menschlichen Organismus sehr wichtig. Das Spurenelement Kupfer wirkt auf unser Nervensystem, den Energiestoffwechsel, das Bindegewebe, die Zellatmung, die Aufnahme von Eisen und unterstützt die Bildung der roten Blutkörperchen im Körper. Das Eisen unterstützt den Transport von Sauerstoff. Die Aufnahme des Spurenelements erfolgt über den Darm (und das nicht benötigte Kupfer wird über die Galle und den Urin ausgeschieden). Der Kupferstoffwechsel, Eisenstoffwechsel und das Abwehrsystem sind somit eng miteinander verknüpft.

Zusammenhang der Spurenelemente Kupfer & Zink

Die Spurenelemente Zink und Kupfer sind so genannte “Gegenspieler”. Das bedeutet, dass die Einnahme von Zink den Kupferspiegel im Blut senkt und umgekehrt. Dies kann auch zu einem Zinkmangel oder Kupfermangel führen. Ist zu wenig Kupfer im Körper vorhanden, schadet das nicht nur den Knochen, der Haut und den Haaren, sondern auch lebenswichtigen Enzymen und dem gesamten Immunsystem. Letztlich kann ein Kupfer-Mangel zu vielen seelischen und körperlichen Problemen bzw. Krankheiten führen.

Ursachen: Wie entsteht ein Kupfermangel?

Eine einseitige Ernährung oder der dauerhafte Konsum von falschen Lebensmitteln, kann einen Kupfermangel begünstigen. Hierzu zählt ebenso das Rauchen und Erkrankungen wie beispielsweise Magendarmerkrankungen und eine dadurch entstandene eingeschränkte Aufnahmefähigkeit. Diese Ursachen zählen derzeit zu den häufigsten im deutschen Sprachraum. Auch die Einnahme von einer erhöhten Menge an Zink, Vitamin C, Vitamin B6 und Kalzium über einen langen Zeitraum, kann die Aufnahme von Kupfer reduzieren bzw. den Kupferspiegel im Blut senken. Damit das Nervensystem richtig arbeiten kann, ist eine gesunde Balance zwischen den Mineralstoffen notwendig.

Erhöhter Kupferbedarf bei Risikogruppen

Ein erhöhter Bedarf an diesem Spurenelement entsteht unter anderem bei Risikogruppen wie Menschen mit Entzündungen im Körper oder einem geschwächtem Immunsystem. Auch Schwangere und ältere Menschen sollten den Blutspiegel regelmäßig überwachen lassen, da diese oftmals unter einem Kupfermangel leiden welcher die Gesundheit beeinträchtigen kann. Wenn der Bedarf nicht durch die tägliche Ernährung mit kupferhaltigen Lebensmitteln nicht gedeckt werden kann, kann auch auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgegriffen werden.

Zu Zeiten unserer Großeltern war Kupfergeschirr noch weit verbreitet und beugte oftmals gegen einen Kupfermangel vor. Heutzutage werden oftmals sogar Töpfe und Pfannen verwendet deren Materialien die Ausscheidung von Kupfer aus dem Körper erhöhen. Auch eine erhöhte Aufnahme an Fructose kann laut Untersuchungen einen Kupfermangel begünstigen.

Kupfermangel durch Kupfergeschirr vorbeugen

Symptome: Wie erkennt man einen Kupfermangel?

Zu den üblichen Symptomen des Kupfermangels zählen beispielsweise die Appetitlosigkeit, dessen Folge oftmals einen Gewichtsverlust ist. Probleme mit dem Nervensystem, Schlafstörungen, allgemeine Schwäche und Erschöpfung gehören ebenso zu den bekannten Anzeichen dieses Nährstoffmangels. Auch Durchfälle, erhöhte Cholesterinwerte und ein hoher Blutdruck können vermehrt bei einem Kupfermangel auftreten. Das Spurenelement Kupfer trägt eine wichtige Bedeutung bei der Herstellung von roten Blutkörperchen.

Da Kupfer die Aufnahme von Eisen im Körper verbessert, kann ein Kupfermangel auch oftmals zu einem Eisenmangel führen. Zu den Folgen zählen Blutarmut, Pigmentstörungen und schnellere Alterserscheinungen (z.B. Ergrauen der Haare). Da der Mineralstoff auch das Immunsystem stärkt, führt eine Unterversorgung oftmals zu einer erhöhten Infektanfälligkeit, Störungen des Wachstums und Skeletts, sowie in manchen Fällen auch zu Depressionen, Dermatosen und Osteoporose.

Behandlung: Therapie bei einem Kupfer-Mangel

Die Symptome eines Kupfermangels sind oftmals nicht sofort von einem Vitamin-C-Mangel zu unterscheiden. Um zuverlässige Werte vom Kupfer im Blut zu erhalten empfiehlt sich vor der Behandlung mit Präparaten wie Kupfertabletten und Kupferkapseln eine Untersuchung des Blutspiegels im Labor. Um einen Kupfermangel zu behandeln empfiehlt sich ein erhöhter Konsum von kupferreichen Lebensmitteln wie Vollkorngetreide, Nüsse, Meerestiere und Leber (z.B. vom Kalb oder Rind). Da ein starker Kupfermangel oftmals nicht nur durch eine Ernährungsumstellung behandelt werden kann, verschreiben Ärzte bei einer Unterversorgung häufig Nahrungsergänzungsmittel mit Kupfer. Die Einnahme sollte nicht zu lange erfolgen und die Werte etwa 4-6 Wochen nach dem Start der Behandlung erneut kontrolliert werden um eine Überdosierung zu vermeiden.

Behandlung eines Kupfermangels mit Lebensmitteln

Dosierung und Wirkung von Kapseln & Tabletten

Bei der Dosierung von Kupfer Kapseln, Tabletten und anderen Kupfer-Supplements muss zwingend auf die richtige Dosierung und Einnahme geachtet werden. Nach Rücksprache mit dem Arzt kann für einen kurzen Zeitraum auch eine erhöhte Dosis verabreicht werden um die Wirkung der Präparate zu erhöhen und den Mangel dadurch schneller zu beseitigen. Die Nahrungsergänzungsmittel sollten stets zu einer großen Mahlzeit eingenommen werden, da sie auf nüchternen Magen nicht gut verträglich sind. Nimm man Kupferpräparate vor dem Essen ein, kann dies oftmals zu Magenproblemen, Übelkeit oder Erbrechen führen.

Wie bereits erwähnt sollte man bei einer längeren Einnahme von Kupfer auch dessen Gegenspieler “Zink” berücksichtigen, damit während der Behandlung des Kupfermangels kein zusätzlicher Zinkmangel entsteht. Das Ganze gilt natürlich auch umgekehrt. Da sich die Angaben zur richtigen Dosierung aufgrund von Forschungen und Studien im Bereich der Medizin immer wieder verändern ist es schwierig die ideale Verzehrsempfehlung abzugeben. Achten Sie aber stets darauf, dass Sie eine Überdosierung von Kupfer vermeiden und sich an die Verzehrsempfehlung des jeweiligen Produkts halten.

Überdosierung von Kupfer

Eine Kupferüberdosierung kann in schlimmen Fällen auch zu einer Kupfervergiftung führen. Die Symptome dafür reichen von Durchfällen, Bauchkrämpfen, und Erbrechen bis hin zu Leberstörungen. Wie das Wort “Vergiftung” bereits andeutet kann eine Vergiftung im Extremfall auch zum Tod führen. Überschreiten Sie daher nicht die Empfehlungen der Packungsbeilage bzw. die Empfehlung Ihres Arztes oder Apothekers.

Unsere Empfehlung bei einem Kupfermangel – Behandlung mit Kupfer Präparaten:

Kupfertabletten

Vitabay Kupfer Tabletten

Kupferkapseln

Geidelberger Chlorella Kupferkapseln

Unser Buchtipp:

Kupfermangel erkennen: Warum Ihr Körper das Spurenelement Kupfer braucht, und wie Sie Kupfer richtig ergänzen

Buch Kupfermangel erkennen

Übersicht Vitaminmangel & Mineralstoffmangel:

Quellen & Literatur für mehr Informationen
C. Coudray, C. Feillet-Coudray, E. Gueux, A. Mazur, Y. Rayssiguier (2006): Dietary inulin intake and age can affect intestinal absorption of zinc and copper in rats M. Classen, V. Diehl, K. Kochsiek (1991): Innere Medizin, Verlag Urban & Schwarzenberg T. Kreutzig: Kurzlehrbuch Biochemie. Urban & Fischer-Verlag, 2006, J.R. Prohaska (2008): Role of copper transporters in copper homeostasis M. Olivares, R. Uauy (1996): Copper as an essential element N. Kumar, J.B. Gross Jr., J.E. Ahlskog (2003): Myelopathy due to copper deficiency L.M. Klevay (2008): Alzheimer’s disease as copper deficiency – https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0306987707005270  U. Burgerstein, H. Schurgast, M. Zimmermann (2012): Handbuch Nährstoffe – Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung, Trias Verlag ORF (2017): Spurenelement Kupfer als Nahrungsergänzung – https://noe.orf.at/v2/news/stories/2859530/  ÄrzteZeitung (2015): Wer denkt da an Kupfermangel als Folge – https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/article/890302/zink-denkt-kupfermangel-folge.html