Jodmangel und Therapie mit Jod Präparaten

Jodmangel und Therapie mit Jod Präparaten

Jodmangel / Jod-Mangel – Ursachen, Symptome und Behandlung

Jod ist ein wichtiges Spurenelement das der Mensch benötigt damit der gesamte Organismus und vor allem die Schilddrüse sowie der Stoffwechsel richtig arbeiten können. Ein großer Anteil wird über unsere tägliche Nahrung und das Trinkwasser in unseren Körper aufgenommen. Bei einer Unterversorgung an Jod entsteht ein Jodmangel der wiederum zu zahlreichen Erkranungen und Problemen wie beispielsweise einem Kropf führen kann. Ein Jod-Mangel sollte deshalb stets vermieden werden. Treten bereits erste Mangelerscheinungen auf, ist es ratsam schnellstmöglich eine Therapie gegen den vorhandenen Mangel zu starten. Nähere Informationen zu den Ursachen, Symptomen, Folgen und zur richtigen Behandlung erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Welche Ursachen hat ein Jodmangel?

Sowohl in unserer der Landwirtschaft als auch in unserem Trinkwasser ist im Vergleich zu anderen Regionen Europas der Jodgehalt nur sehr gering. Die Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. beschäftigt sich in der DGE-Presseaussendung „Jodunterversorgung wieder auf dem Vormarsch?“ (Quelle: DGE) mit dem immer größer werdenden Problem eines Jodmangels in Deutschland und Österreich. Werden gewisse Gemüsesorten wie beispielsweise Spinat oder Kohl roh gegessen, kann die Aufnahme von Jod erschwert werden. Durch Chlor und Fluor im Trinkwasser als auch in der Zahnpasta wird unser Jodbedarf erhöht.

Größere Mengen an Natriumchlorid, Schwermetalle oder das in Medikamenten enthaltene Brom können die Jodaufnahme beeinträchtigen. Besonders betroffen sind oftmals ältere Menschen, Schwangere oder Mütter die noch stillen. Es gibt allerdings auch Personen die grundsätzlich einen erhöhten Bedarf an Jod aufweisen sollten nach Rücksprache mit dem Arzt einer Unterversorgung vorbeugen.

Welche Symptome treten bei einem Jodmangel auf?

Erste Symptome eines Jodmangels zeigen sich oftmals als Probleme beim Schlucken, Heiserkeit, Störungen des Wachstums, Zunahme des Körpergewichts und Kälteempfindlichkeit. Auch starkes Schwitzen kann auf einen Mangel des für uns sehr wichtigen Spurenelements Jod hindeuten.

Zu den weiteren Anzeichen eines Jodmangels zählen mitunter eine erhöhte Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Schlafstörungen und Depressionen. Wird ein Jodmangel nicht ausreichend oder rechtzeitig behandelt, kann es unter anderem zu einer Kropfbildung kommen. Bei einem langanhaltenden Jodmangel kann ebenso eine Fehlfunktionen der Schilddrüse entstehen, die sowohl zu einer Unterfunktion als auch eine Überfunktion führen kann. 

Symptome einer Überfunktion der Schilddrüse äußern sich vorwiegend mit Gewichtsverlust, Unruhe, Herzrhythmusstörungen, Schlafstörungen und Probleme im Magen-Darm-Trakt, während bei einer Unterfunktion eine ungewollte Gewichtszunahme stattfindet, das Herz in der Regel deutlich langsamer schlägt und Antriebslosigkeit sowie Durchblutungsstörungen auftreten.

Therapie: Wie erfolgt die Behandlung bei einem Jodmangel?

Die Behandlung eines Jodmangels erweist sich grundsätzlich als relativ einfach. Heutzutage ist es für viele Menschen schwierig den täglichen Bedarf an Jod über die Nahrung oder das Trinkwasser abzudecken. Häufig findet man das Spurenelement in unraffiniertem Meersalz oder Lebensmitteln aus dem Meer wie beispielsweise Austern, Algen und diversen Fischen. Nahrungsmittel wie Spargel, Ananas, Eier, Artischocken und grünes Gemüse enthalten ebenso einen hohen Anteil an Jod. Ein Jod-Medikament sollte deshalb nicht ohne ärztliche Rücksprache eingenommen werden.

Existiert ein Jodmangel bereits über einen längeren Zeitraum wird eine Untersuchung der Schilddrüsen angeordnet bevor man mit der Jod-Therapie beginnt. Oftmals werden Jod-Kapseln oder Jodtabletten mit Schilddrüsenhormonen kombiniert um ein ideales Ergebnis zu erzielen. Bei der Einnahme von Tabletten oder Kapseln sollte man die möglichen Nebenwirkungen beachten. Weiters sollten Medikamente bzw. Nahrungsergänzungsmittel mit Jod niemals auf leeren Magen eingenommen werden, um den Magen zu schonen. Im Falle eines bereits entstandenen Kropfs ist die Behandlung deutlich schwieriger und in manchen Fällen sogar eine Operation notwendig.

Um also einem Jodmangel vorzubeugen und sich davor bestmöglich zu schützen ist eine jodreiche Ernährung der wichtigste Schritt. Auch jodhaltiges Mineralwasser oder Zahnpasten können im Alltag verwendet werden um eine Unterversorgung zu vermeiden. Der Mineralstoff Jod sollte allerdings kontrolliert aufgenommen werden, denn ein permanenter Überschuss an Jod ist ebenso schädlich.

Eine Überdosierung bewirkt häufig nicht nur Reizungen im Mund & Rachenraum, sondern auch Verfärbungen der Schleimhäute, Erkältungssymptome, Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme. Obwohl eine Jodvergiftung über die reine Nahrungsaufnahme in der Praxis kaum möglich ist, sollte hingegen bei der Einnahme von Jodtabletten, Jodkapseln oder auch einer Jodtinktur, die vom Arzt, Apotheker bzw. in Packungsbeilage empfohlene Menge nicht überschritten werden. 

Unsere Empfehlung: Behandlung bei Jodmangel


Jod-Tabletten

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Übersicht Vitaminmangel & Mineralstoffmangel:

Quellen & Literatur für mehr Informationen
R. Gärtner et al. (2016): Recent data on iodine intake in Germany and Europe -Journal of Trace Elements in Medicine and Biology Jodversorgung in Deutschland: Ergebnisse des Jodmonitorings (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) – https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/GesundeErnaehrung/_Texte/DEGS_JodStudie.html Bundesinstitut für Risikobewertung: Jod – https://www.bfr.bund.de/de/a-z_index/jod-4600.html B.S. Hetzel ; J.T. Dunn (1989): The iodine deficiency disorders. Their nature and prevention. WHO – World Health Organization (2004): Iodine status worldwide: WHO global database on iodine deficiency Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (2013) – Jodunterversorgung wieder auf dem Vormarsch? – ttps://www.dge.de/presse/pm/jodunterversorgung-wieder-auf-dem-vormarsch/  Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Hrsg. (2012): Fragen und Antworten zur Jodversorgung und zur Jodmangelvorsorge – https://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zur-jodversorgung-und-zur-jodmangelvorsorge.pdf R. Gärtner, Fort- & Weiterbildung – Jod und Schilddrüse (2015): Jodstoffwechsel und Einflüsse auf  Erkrankungen der Schilddrüse – https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2015/12_15/EU12_2015_M694-M703.pdf  E.N. Pearce, J.H.Lazarus, R.Moreno-Reyes, M.B.Zimmermann(2016): Consequences of iodine deficiency and excess in pregnant women. An overview of current knowns and unknowns. In: The American journal of clinical nutrition M.B.Zimmermann; M.Gizak, K.Abbott; M.Andersson; J.H.Lazarus (2015): Iodine deficiency in pregnant women in Europe. In: The Lancet Diabetes & Endocrinology  Arbeitskreis Jodmangel e.V., Hrsg. (2016): Jodmangel und Jodversorgung in Deutschland. Aktuelles zum derzeitigen Versorgungsstand und Handlungsbedarf – https://jodmangel.de/wp-content/uploads/2016/06/AKJ_Jodmangel_und_Jodversorgung_Deutschland.pdf