Chrommangel: Ursachen, Symptome & Behandlung mit Chrom Präparaten

Das Spurenelement Chrom ist ein Mineralstoff der essentielle Funktionen in unserem Organismus übernimmt. Chrom ist am Stoffwechsel beteiligt und verbessert die Glukoseaufnahme wodurch der Zucker besser verarbeitet wird. Der Blutzuckerspiegel wird gesenkt und der Fettstoffwechsel (Umwandlung von Cholesterin) wird verbessert. Chrom finden wir vorwiegend in Milz, Leber, Fett, Knochen und in den Muskeln. Das Spurenelement kann sich somit auf das Körpergewicht auswirken. Laut Untersuchungen kann sowohl Diabetes mellitus Typ 2, als auch Arteriosklerose häufig auf einen Chrommangel zurückgeführt werden.

Ein Spurenelement kommt im Gegensatz zu Mengenelementen, auch bekannt als Elektrolyten, nur in sehr geringen Mengen im menschlichen Körper vor. Wichtig ist, dass Spurenelemente ausreichend über die Nahrung zugeführt werden um einem Mineralstoffmangel vorzubeugen. Sollte dies nicht der Fall sein, empfiehlt sich die Einnahme von Präparaten.

Chrom in Lebensmitteln

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist häufig nicht ausreichend Chrom in den Lebensmitteln vorhanden, deshalb ist die Wahrscheinlichkeit eines Chrommangels erhöht. Der Mineralstoff ist primär in Lebensmitteln enthalten die im Alltag selten konsumiert werden. Des weiteren ist die Aufnahme oftmals aufgrund der unterschiedlichen Bioverfügbarkeit erschwert. Eine gute Aufnahmefähigkeit bietet in der Regel das organische Chrom das mitunter in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten ist.

Eine erhöhte Zufuhr von Kohlenhydraten erhöht übrigends den Bedarf an Chrom im menschlichen Körper. Ein schwerer Chrommangel tritt nur sehr selten auf, ein geringer Mangel an Chrom kommt jedoch häufig vor und kann bereits sehr unangenehme Beschwerden verursachen. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Ursachen, Symptome, Folgen und die Behandlung eines Chrommangels.

Rotes Fleisch bei Chrommangel

Ursachen: Wie entsteht ein Chrommangel?

Chromhaltige Lebensmittel werden heutzutage oftmals nur in sehr geringer Menge konsumiert. Auch die heutige industrielle Verarbeitung von zahlreichen Nahrungsmitteln sinkt der darin enthaltene Chromanteil. Ebenso wie Zink und Kupfer oder auch Magnesium und Kalzium sind Eisen und Chrom sogenannte „Gegenspieler“. Das bedeutet, dass bei einer zu Hohen Aufnahme eines dieser Spurenelemente, das jeweils andere sinkt.

Wird also über einen längeren Zeitraum zu viel Eisen aufgenommen, so erhöht dies das Risiko eines Chrommangels.Häufige Ursachen für einen Chrommangel sind neben einer einseitigen bzw. chromarmen Ernährung, auch eine sehr fett- und zuckerhaltigen Ernährung. Natürlich können auch langanhaltenden Stress, Krankheiten und Infektionen eine Unterversorgung begünstigen. Darüber hinaus kann auch ein erhöhter Bedarf an Chrom existieren. Dies ist beispielsweise bei Schwangeren, Sportlern oder älteren Menschen der Fall.

Symptome: Wie erkennt man einen Chrommangel?

Die Anzeichen und Beschwerden bei einem Chrommangel ähneln oftmals denen von Diabetes. Zu den häufigsten Symptomen eines Chrommangels zählen:

    • Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Konzentrationsstörungen
    • Kopfschmerzen
    • Erschöpfung und Schwäche der Muskeln
    • Unruhe, Nervosität bis hin zu Angstzuständen
    • Juckreiz und erhöhter Harndrang
    • Schlechte Laune, Stimmungsschwankungen und Depressionen

Weitere Folgen des Mangels sind oftmals auch:

    • Starke Veränderungen des Gewichts (Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme)
    • Heißhungerattacken
    • Hohe Schwankungen des Blutzuckers
    • Diabetes
    • Schlaganfälle
    • Arteriosklerose
    • Insulinresistenz
    • erhöhte Cholesterinwerte
    • Glukoseintoleranz
    • Störungen der Nerven und des Fettstoffwechsels

Chrom in Vollkornprodukten

Behandlung: Therapie bei einem Chrom-Mangel

Grundsätzlich ist eine ausgewogene als Vorbeugung gegen einen Chrommangel ausreichend. Wird dem menschlichen Körper allerdings nicht ausreichend Chrom über die Nahrung zugeführt, ist oftmals eine supplementierung mit Nahrungsergänzungsmitteln wie zum Beispiel Tabletten, Kapseln oder Tropfen mit Chrom notwendig, um diesem Mineralstoffmangel vorzubeugen. Trotz der Einnahme von Präparaten sollte die Aufnahme von Mineralstoffen durch den Konsum von gesunden Lebensmitteln stets im Vordergrund stehen.

In manchen Fällen reicht eine gesunde Ernährung allerdings nicht aus. Dies kann durch einerseits durch einen erhöhten Bedarf an Chrom der Fall sein, andererseits auch durch eine zu geringe Aufnahmefähigkeit des Körpers. Zuckerhaltige Lebensmittel (Limonaden & Fast Food) sollten möglichst selten auf dem Ernährungsplan zu finden sein. Mit Nahrungsmitteln wie Nüssen, Fleisch, Käse, Vollkornprodukten, Pilzen, sowie diversen Obst- und Gemüsesorten (z.B. Brokkoli und Erbesen), kann man den täglichen Bedarf des Spurenelements Chrom in vielen Fällen bereits decken.

Eine Chrom-Überdosierung durch die normale Nahrung ist fast unmöglich. Bei der Einnahme von Chromtabletten und anderen Chrom-Supplements sollten die empfohlene Dosierung nicht überschritten werden. Ist man von einem Vitaminmangel oder Mineralstoffmangel betroffen ist es grundsätzlich ratsam während der Behandlung die Blutwerte regelmäßig kontrollieren zu lassen um Überdosierungen zu vermeiden.

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Übersicht Vitaminmangel & Mineralstoffmangel:

Quellen & Literatur für mehr Informationen
A. Schek (2002): Ernährungslehre kompakt. Kompendium der Ernährungslehre für Studierende der Ernährungswissenschaft, Medizin und Naturwissenschaften und zur Ausbildung von Ernährungsfachkräften – Umschau Zeitschriftenverlag Deutsche Apotheker Zeitung (2006): Spurenelemente Chrom – Funktionen, Bioverfügbarkeit und Versorgung DAZ 11/2006 – https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2006/daz-11-2006/uid-15588 aufgerufen am 07.01.2020 H. Dietl, G. Ohlenschläger (1994): Handbuch der Orthomolekularen Medizin – Verlag Haug D. Meißner in K. Biesalski, J.Köhrle & K. Schümann (2002): Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Prävention und Therapie mit Mikronährstoffen – Thieme Verlag EFSA – European Food Safety Authority (2014): Scientific Opinion on Dietary Reference Values for chromium. EFSA Journal 2014 12 (10) DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (2012): Gemüse und Obst in der Prävention ausgewählter chronischer Krankheiten – https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/ws/stellungnahme/DGE-Stellungnahme-Gemuese-Obst-2012.pdf – aufgerufen am 08.01.2020 DGE, ÖGE, SGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung , Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (2015).: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.:  https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/kupfer-mangan-chrom-molybdaen/ – aufgerufen am 08.01.2020 H.K. Biesalski, J. Köhrle, K. Schürmann (2002): Vitamine, Spurenelemnte und Mineralstoffe. Prävention und Therapie mit Mikronährstoffen. Thieme Verlag L. Burgerstein (2012): Handbuch Nährstoffe. Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung: Alles über Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe – Trias Verlag I. Elmadfa et al. (2012) Die große GU Nährwert Kalorien Tabelle – Gräfe und Unzer DAZ – Deutsche Apothekerzeitung (2006): Chrom – Funktionen, Bioverfügbarkeit und Versorgung – https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2006/daz-11-2006/uid-15588 aufgerufen am 08.01.2020 R. I. Press, J. Geller, G. W. Evans (1990): The effect of chromium picolinate on serum cholesterol and apolipoprotein fractions in human subjects in West J Med. – http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1002252/ aufgerufen am 08.01.2020