Folsäuremangel – Ursachen, Symptome & Behandlung mit Folsäure Präparaten

Folsäure ist auch bekannt als Vitamin B9, Vitamin B11, Vitamin M, Folat, Pteroylglutamat und Pteroylglutamat. Das B-Vitamin ist wasserlöslich und trägt positiv zur Wachstumsfunktion, sowie der Entwicklungsfunktion beim Menschen bei.

Folsäure unterstützt die Bildung von Erythrozyten (rote Blutkörperchen) sowie Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und unterstützt zahlreiche Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper.

Ein Folsäuremangel führt bei Erwachsenen häufig zu einer gestörten Neubildung von Erythrozyten welche wiederum eine Anämie (Blutarmut) begünstigen kann. Oftmals treten Schäden an Zellen und an der DNA auf, wenn ein Mangel über eine langen Zeitraum existiert und keine Therapie erfolgt.

Was tun bei einem Folsäuremangel / Vitamin-B9-Mangel?

Besonders gefährlich ist ein Folsäuremangel bzw. Vitamin-B9-Mangel während der Schwangerschaft. Wird eine Schwangere in dieser wichtigen Zeit nicht ausreichend mit Folsäure versorgt, kann dies schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Neben einer Entwicklungsstörung des Embryos, wird oftmals auch dessen Nervensystem irreparabel geschädigt.

Ein Folsäuremangel erhöht das Risiko von Fehlbildungen beim ungeborenen Kind deutlich. Für Frauen während der Schwangerschaft ist das Vitamin B9 deshalb besonders wichtig. Doch nicht nur Schwangere, sondern auch zahlreiche andere Menschen leiden heutzutage vermehrt unter einem Folsäuremangel. Welche Ursachen und Symptome auf eine Unterversorgung hindeuten und wie eine effektive Behandlung erfolgen kann, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Ursachen : Wie entsteht ein Folsäuremangel?

Wie bei fast jedem Mineralstoffmangel und Vitaminmangel ist auch ein Folsäuremangel meist auf eine einseitige Ernährung zurückzuführen. Doch selbst ein erhöhter Konsum von folsäurehaltigen Lebensmitteln, kann einen Mangel an Folsäure nicht immer verhindern. Gründe dafür sind mitunter ein übermäßiger Alkoholkonsum, chronische Erkrankungen (z.B. Magen-Darm-Erkrankungen oder Lebererkrankungen), Operationen, Chemotherapien, Unverträglichkeiten oder eine Schilddrüsenüberfunktion. Auch die Einnahme von Medikamenten, Antibiotika oder Verhütungsmethoden wie die Antibabypille kann einen Vitamin-B9-Mangel begünstigen.

Da während der Schwangerschaft ein erhöhter Bedarf an Folsäure besteht, sollte der Folsäurespiegel bei Schwangerschaft regelmäßig im Blut kontrolliert werden. Diese Kontrollen beugen Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen beim Kind vor. Neben der Risikogruppe der Schwangeren, Frühgeborenen und Alkoholiker, sind vor allem Epileptiker und Krebspatienten aufgrund der Therapien mit Medikamenten anfällig für einen Folsäuremangel.

Die Einnahme von Folsäure Präparaten kann für Personen mit Nierenerkrankungen, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Kreislauferkrankungen hilfreich sein und Beschwerden lindern. Laut Studien sollen Menschen, die unter Alzheimer oder einem erhöhten Homocysteinspiegel leiden, ebenso von der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, welche Vitamin B9 enthalten, profitieren.

Symptome: Wie erkennt man einen Folsäuremangel?

Ein zu niedriger Folsäurespiegel erhöht das Risiko einer Arterienverkalkung (Atherosklerose / Arteriosklerose). Da durch einen Folsäuremangel die Neubildung von roten Blutkörperchen im menschlichen Körper gestört wird, kann dies eine Blutarmut (Anämie) zur Folge haben. Die Auswirkungen einer Folsäuremangelanämie dürfen nicht unterschätzt werden. Im Zuge einer Unterversorgung können sowohl Herzrhythmusstörungen, als auch Atemnot auftreten. Zu den häufigsten Symptomen eines Folsäuremangels (Vitamin-B9-Mangel) zählen:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Brennen und kribbeln auf der Zunge.
  • Blasse Haut
  • Beschwerden bei der Atmung
  • Entzündungen der Schleimhäute
  • Durchfälle und Verdauungsprobleme
  • Kaum Appetit und rascher Gewichtsverlust
  • Depressionen und Stimmungsschwankungen

Häufig tritt zeitgleich zu einem Vitamin-B9-Mangel auch ein Vitamin-B12-Mangel auf. Deshalb findet man häufig Nahrungsergänzungsmittel (Supplements) als Vitamin-B-Komplex auf dem Markt, um auch die anderen Vitamin B Speicher aufzufüllen.

Behandlung: Therapie bei einem Vitamin B9-Mangel / Folsäuremangel

Bevor die Behandlung eines Folsäuremangels (Vitamin B9-Mangel) erfolgen kann, ist es notwendig abzuklären, ob tatsächlich eine Unterversorgung an Folsäure vorhanden ist und wodurch diese Mangelerscheinungen entstanden sind. Dafür wird im Labor oder beim Arzt Blut abgenommen. Der jeweilige Patient darf zwölf Stunden vor der Blutabnahme nichts mehr essen und trinken. Nur so kann ein möglichst valides und exaktes Ergebnis zu erzielt werden. Wenn sich der Verdacht eines Folsäuremangels bestätigt, sollte möglichst rasch mit der Therapie gestartet werden.

Im Anfangsstadium kann bei gesunden Menschen oftmals die Menge an B-Vitaminen im Körper mit einer Ernährungsumstellung gesteigert werden. Hierbei sollte der Fokus auf frische Lebensmittel gelegt werden. Grünes Gemüse, Sojabohnen, Kohl, Hülsenfrüchte, Eier, Vollkornprodukte, Weizenkeime, Milch und Milchprodukte enthalten einen besonders hohen Anteil an Folsäure (Folat). Auch Leber ist ein guter Lieferant dieses Vitamins. Schwangere sollten den Verzehr von Leber allerdings vermeiden, da das darin enthaltene Vitamin A dem ungeborenen Kind schaden kann.

Lebensmittel & Präparate: Folsäure / Folat / Vitamin B9

Beim Kochen von Lebensmitteln gehen oftmals Nährstoffe verloren. Vitamin B9 (Folsäure) zählt zu den Vitaminen die beim Erhitzen zum Großteil zerstört werden. Hitze sollte daher bei der Zubereitung dieser Lebensmitteln vermieden werden um möglichst viele Vitamine und Mineralstoffe in der Nahrung zu erhalten.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hilft in vielen Fällen einem Mangel vorzubeugen. Die in Lebensmitteln enthaltene Menge an Folsäure reicht bei einem ausgeprägten Folsäuremangel häufig nicht aus. Personen mit einem erhöhten Bedarf können diesen über die tägliche Nahrungsaufnahme nicht mehr decken. In diesem Fall wird auf Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel (Supplements) zur Linderung der Mangelerscheinungen zurückgegriffen.

Auch eine Zufuhr des von Vitamin B über Infusionen ist möglich. Grundsätzlich wird die Folsäure-Therapie zu Beginn mit der Gabe von Tabletten, Kapseln oder anderen folsäurehaltigen Präparaten gestartet. Die Dosierung variiert je nach Stärke des Mangels, Präparats und den Lebensumständen (z.B. Schwangerschaft). Betroffene einer solch bereits genannten Risikogruppe sollten die vom Arzt festgelegte Dosierung nicht überschreiten. Eine Überdosierung von Vitaminen und Mineralstoffen kann langfristig schädlich für den Körper sein.

Vitamin B12 & Vitamin B-Komplex Präparate

Oftmals wird bei der Behandlung eines Folsäuremangels zusätzlich ein Vitamin-B12 oder generell ein Vitamin-B-Komplex Präparat zur Nahrungsergänzung verabreicht. Nahrungsergänzungsmittel (Supplements) mit Folat bzw. Vitamin B9 erhalten Sie in Apotheken oder in Online-Shops wie beispielweise Amazon. Achten Sie beim Kauf immer auf qualitativ hochwertige Folsäure Präparate. Nachfolgend finden Sie unsere Empfehlung beim Kauf von Folsäure Tabletten und Kapseln.

Unsere Empfehlung bei einem Folsäuremangel – Behandlung mit Folsäure Präparaten:


Folsäure Kapseln

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Vitamin B12 + Folsäure Tropfen

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Quellen & Literatur für mehr Informationen
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie, Onkopedia Leitlinien: Eisenmangel und Eisenmangelanämie J. Hastka, G. Metzgeroth, N. Gattermann (2018): Eisenmangel und Eisenmangelanämie C. Gasche, T. Horvatits: Eisenmangel und Eisenmangelanämie – Diagnose und Behandlung in der allgemeinmedizinischen Praxis C. Gasche, I. Weiss (2013): Ernährung bei Eisenmangel, Maudrich, Wien/München Leben Energie Eisen – https://www.eisencheck.at/eisenmangel/ G. Herold (2011): Innere Medizin, Herold Verlag 2011 Leitzmann C et al (2009): Ernährung in Prävention und Therapie. 3. Auflage, Hippokrates Verlag Wiener Gebietskrankenkasse: Ernährung bei Eisenmangel – https://www.wgkk.at/cdscontent/load?contentid=10008.650221 Oberösterreichische Gebietskrankenkasse: Ratgeber Ernährung – Eisenmangel https://www.ooegkk.at/cdscontent/load?contentid=10008.638469&version=1413188982 I. Weiß, C. Gasche (2013): Ernährung bei Eisenmangel, Maudrich Verlag H. Schrezenmeier (2011): Eisenmangelanämie, Thieme, Stuttgart